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Herbstgrasmilben-Befall beim Hund – Quälende Parasiten und Allergie-Gefahr

Gemeinsame Spaziergänge über Wiesen und Felder gehören im Sommer und Herbst zu den schönsten Hobbys, die wir Menschen mit unseren Hunden teilen. Doch immer häufiger vermiest eine spezielle Parasitenart die schöne Zeit in der Natur: die Larven der Grasmilbe. Die kleinen, orangeroten Parasiten befallen die Haut von Hunden – auch Pferde und Katzen sind betroffen – und führen zu starkem Juckreiz und Entzündungen.
Hunde wälzen sich in Gras
Inhalt

Was sind Herbstgrasmilben?

Die Herbstgrasmilbe (Neotrombicula autumnalis) gehört als Milbe zu den Spinnentieren und ist weltweit zu finden. Sie ist auch als Erntemilbe, Herbstmilbe, Heumilbe oder Grasmilbe bekannt. Wie diese Namen andeuten, tritt die Herbstgrasmilbe vor allem im Spätsommer und Herbst (zur Erntezeit) auf und vor allem auf Wiesen, Grasflächen, Weiden, in Gärten und Parkanlagen. 

Die ausgewachsenen Tiere der Herbstgrasmilbe sind aber gar nicht das Problem, sondern ihre Larven. Die erwachsenen Milben leben nämlich unter der Erde und legen dort ihre Eier ab. Die geschlüpften Larven der Herbstgrasmilbe wandern dann auf die Spitzen von Grashalmen und lauern dort auf einen geeigneten Wirt, sei es nun Hund, Katze, Mensch oder auch Pferd. Sobald also ein Hund vorbeikommt, heften sie sich an dessen Haut fest. 

Am liebsten nisten sich die Larven der Herbstgrasmilbe beim Hund zwischen den Zehen, an den Augen oder in der Leistengegend ein. Dort ist die Haut nämlich besonders dünn. Die Milbenlarven ritzen zunächst mit ihren Mundwerkzeugen die Haut des Wirtes an und lösen dann mit ihrem Speichel das Gewebe an der Bissstelle auf. Der so entstehende „Gewebebrei“ ist die Nahrung der Herbstgrasmilben-Larven, denn im Gegensatz zu Zecken saugen sie kein Blut. Wenn die Larven nach einigen Tagen satt gefressen sind, lösen sie sich von der Haut und fallen ab.

Woran erkenne ich, ob mein Hund Heumilben hat?

Herbstgrasmilben sind in unseren Breitengraden in der Regel zwischen Juli und Oktober aktiv – manchmal aber auch schon etwas früher im Jahr. Stellen Sie bei Ihrem Hund also in dieser Jahreszeit die oben genannten Symptome fest, lohnt sich ein genauer Blick. Denn die Larven der Herbstgrasmilben sind mit bloßem Auge als winzig kleine, orange bis rot gefärbte Punkte zu erkennen. Nicht selten sind sogar ganze „Nester“ der Parasiten sichtbar. Wenn die Larven bereits abgefallen sind, dann ist die Diagnose nicht immer ganz so einfach. Oft bleibt es dann bei einer sogenannten Verdachtsdiagnose. 

Welche Symptome verursachen Herbstgrasmilben beim Hund?

Das Hauptproblem eines Befalls mit den Larven ist jedoch nicht der „Snack“, den sich die Parasiten bei uns gönnen, sondern die allergische Reaktion auf ihren Speichel – genauer gesagt auf die zahlreichen Enzyme, die der Speichel zum Zersetzen des Gewebes beinhaltet. Durch die allergische Reaktion kann es nach etwa 24 Stunden zu den typischen Symptomen eines Befalls mit Herbstgrasmilben kommen: 

  • Rötung der Haut  
  • Quaddeln, Pusteln und Krusten
  • leichter bis sehr starker Juckreiz (zeigt sich durch Schlecken, Knabbern und Kratzen)
  • Fellverlust

Wie stark die Symptome ausgeprägt sind, ist tatsächlich von Hund zu Hund unterschiedlich. Einerseits spielt dabei natürlich die Anzahl der Larven, die den Hund befallen haben, eine Rolle, aber auch die individuelle Empfindlichkeit des Vierbeiners. In der Regel treten die Symptome nur dort auf, wo sich auch die Larven der Herbstgrasmilben festgebissen haben. Leider halten die Symptome aber meist auch dann noch an, wenn die Larven längst abgefallen sind. 

Durch den starken Juckreiz und das dadurch hervorgerufene Lecken und Kratzen entwickelt sich an den betroffenen Stellen nicht selten eine sogenannte Sekundärinfektion. Das heißt, dass sich Bakterien auf der angegriffenen Hautstelle ansiedeln und dort zu einer bakteriellen Entzündung führen. Dies führt wiederum selbst zu Juckreiz und Entzündungsschmerz – ein Teufelskreislauf also. 

Was kann ich tun, wenn mein Hund unter Grasmilben leidet? 

Da die Larven nach Ihrer Mahlzeit von selbst abfallen, ist es in der Regel nicht notwendig, die Parasiten selbst du bekämpfen. Es sei denn, der Hund ist besonders stark befallen. Da ein Befall mit Herbstgrasmilben-Larven in der Regel mit Symptomen wie Juckreiz und Hautrötungen einhergeht, sollten diese aber in jedem Fall behandelt werden, um das Leiden des Hundes zu lindern und Sekundärinfektionen zu vermeiden. 

Zur Behandlung der Symptome einer Herbstgrasmilben-Allergie sind zum Beispiel juckreizstillende und entzündungshemmende Salben oder Cremes vom Tierarzt geeignet. Desinfizierende und beruhigende Bäder mit unserem SILBERSHAMPOO oder unser SILBERSPRAY können die Behandlung ebenfalls gut unterstützen. Damit das Silbershampoo seine Wirkung entfalten kann, sollte es gut einmassiert werden und vor dem Ausspülen 10 Minuten einwirken.

Wie kann ich verhindern, dass mein Hund von Erntemilben befallen wird?

Wenn Ihr Hund sehr unter den Larven der Herbstgrasmilbe leidet, sollten Sie einige Maßnahmen zur Prophylaxe ergreifen, um einen erneuten Befall möglichst zu verhindern:

  • betroffene Wiesen in der Zeit von Juli–Oktober meiden
  • nach dem Spaziergang Pfoten abwaschen
  • Kontrolle von Augen, Leistengegend und Zehen nach jedem Spaziergang
  • Hundeschuhe

Auch der Einsatz von sogenannten Repellentien, also parasitenabschreckende Mittel, kann vor einem Befall schützen. Hier gibt es beim Tierarzt zahlreiche Präparate. Wer viel mit seinem Hund kuschelt und deswegen lieber auf ein natürliches Mittel zurückgreifen möchte, ist mit unserem ANTI-TIQUE SPRAY gut beraten. Es wirkt mit der Kraft des Zitroneneukalyptus, dessen ätherisches Öl Citriodiol enthält. Dieses wirkt durch seinen Geruch bis zu 4 Stunden abschreckend auf die Parasiten und ist auch für Menschen sehr gut geeignet.

Gut zu wissen: Auch Menschen können von den Larven der Herbstgrasmilben befallen werden, jedoch ist eine Übertragung der Parasiten vom Hund auf den Menschen, oder umgekehrt nicht möglich. Der Mensch muss sich die lästigen Milbenlarven also direkt von befallenen Pflanzen zuziehen.