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Urlaub mit Hund – Anreise, Reiseziele, Trainings-Tipps | von Kristina Obermayr

Ferienzeit ist Urlaubszeit. Ob du lieber mit oder ohne Hund in den Urlaub fährst, beides hat absolut seine Berechtigung. Was du aber für einen entspannten Urlaub mit Hund beachten solltest, darüber sprechen wir in diesem Artikel. Im ersten Schritt solltest du dir einfach mal deinen Urlaub aus den Augen deines Hundes betrachten. Würde er sich diesen Urlaub zum jetzigen Zeitpunkt aussuchen? Nicht jeder Hund eignet sich für jeden Urlaub. Manchmal macht es mehr Sinn, deinen Hund an eine tolle Betreuung zu gewöhnen und ihn (vorerst) nicht überallhin mitzunehmen.
Inhalt

Was muss ich vor meinem Urlaub mit Hund bedenken?

Welche Regeln im Bezug auf Hunde gelten an deinem Urlaubsziel und auf der Reise dorthin? Benötigt dein Hund bestimmte Impfungen oder sind andere Behandlungen zur Prophylaxe sinnvoll? Besteht eine Leinenpflicht und wie genau definiert sich diese? Gibt es eine Maulkorbpflicht zum Beispiel in öffentlichen Verkehrsmitteln oder an öffentlichen Plätzen? Hier solltest du dich gut informieren und dich auch mit dem Tierarzt/der Tierärztin deines Vertrauens besprechen. Außerdem solltest du dann eben zum Beispiel das entspannte Tragen eines Maulkorbs rechtzeitig trainieren.

Urlaub mit Hund – Anreise

Egal wie du deinen Hund in den Urlaub beförderst, steht natürlich seine Sicherheit an erster Stelle und du solltest immer darauf achten, dass keine Gegenstände und Gepäckstücke gegen ihn rutschen oder auf ihn fallen können. In Öffentlichen Verkehrsmitteln macht es Sinn, ihn zwischen deinen Beinen zu platzieren, damit niemand ihm aus Versehen auf die Pfoten oder den Schwanz tritt.

Autofahren mit Hund

Wenn du mit dem Auto in den Urlaub fährst, sollte dein Hund vorab gelernt haben, wirklich entspannt Auto zu fahren. Rechne ausreichend Pausen für Gassirunden ein. Der Vorteil hier ist, dass du natürlich sehr flexibel unterwegs bist. Außerdem bin ich ein großer Freund, davon, dem Hund auch ein entspanntes Warten im Auto beizubringen – eventuell auch in Tiefgaragen, wenn die Temperaturen es nicht anders zulassen. Dann kannst du ihn für eine absehbare Zeit auch mal entspannt im vertrauten Auto lassen und ihm eventuell überfordernde neue Eindrücke ersparen.

Zugfahren mit Hund

Auch hier sollte dein Hund bereits im Vorfeld an öffentliche Verkehrsmittel gewöhnt werden und auch gegebenenfalls lernen, eine Maulkorb entspannt über einen längeren Zeitraum zu tragen. Falls du Umsteigen müsst, solltest du ausreichend Zeit einplanen, damit dein Hund sich zwischendurch lösen und sich die Beine vertreten kann. Informiere dich, wo das an den jeweiligen Bahnhöfen gut möglich ist und plane genügend Zeit bei deinen Verbindungen ein.

Hund im Flugzeug – keine gute Idee

Eine Flugreise sollte meiner Meinung nach unter allen Umständen vermieden werden, besonders wenn du deinen Hund nicht in der Tasche mitführen kannst. Aber auch an die Tasche muss dein Hund ordentlich und intensiv gewöhnt werden. Denke hier auch daran, ihn an die verschiedenen Geräusche und Bewegungen zu gewöhnen. Außerdem solltest du ihm zum Druckausgleich Kau- oder Schleckartikel zur Verfügung stellen. Dennoch käme für mich eine Flugreise mit Hund definitiv nicht in Frage und ich würde in diesem Fall lieber eine gute Betreuung suchen und diese allein antreten.

Reiseziele für einen Hunde-Urlaub

Städtetrip mit Hund

Wenn du ausschließlich einen Städtetrip planst, ist es eher fraglich, ob du deinem Hund hier wirklich einen Gefallen tust, wenn du ihn mitnimmst. Falls du im Laufe einer naturreichen Rundreise aber auch mal eine Stadt besichtigen möchtest, kannst du deinen Hund sicherlich auch integrieren, wenn du auf ein paar Dinge achtest. Dein Hund sollte an Menschenaufläufe und die daraus resultierende Geräuschkulisse positiv gewöhnt sein. Achte bei dem Städtetrip bitte auf geeignete Temperaturen oder wähle passende Uhrzeiten, bestenfalls früh morgens. Gönne deinem Hund Entspannungspausen in ruhigen Ecken, um die Eindrücke zu verarbeiten. Hier kannst du erlernte Ruherituale als Helferlein einsetzen.

Hotelaufenthalt mit Hund

Kläre bitte vorab, welche Regeln für deinen Hund gelten. Darf er zum Beispiel mit in den Speisesaal genommen werden und kann dein Hund das auch im Beisein anderer Hunde leisten? Macht es mehr Sinn, ihn vielleicht auch kurz auf dem Zimmer zu lassen – hierauf kommen wir noch bei dem Punkt alleine lassen in fremder Umgebung. Bedenke bitte auch bei expliziten Hundehotels, dass hier viele verschiedene Erziehungsmethoden aufeinandertreffen. Einige Menschen gehen im Stress auch nicht sehr zimperlich mit ihren Hunden um. Lautes Schreien, Stampfen anderer Menschen oder Jaulen, Bellen anderer Hunde kann sehr stressend für deinen Hund sein. Und hier würde ich es absolut vermeiden, deinen Hund häufig derartigen Stimmungen auszusetzen und ihn wenn möglich während des Essens eher im Zimmer oder Auto lassen.

Camping mit Hund

Egal ob im Zelt, im Wohnmobil oder im eigenen Bus, eine Campingreisen mit Hund ist natürlich eine tolle Geschichte und meine absolute Lieblingsart zu reisen. Falls du tendenziell eher rumreist, solltest du bedenken, dass die ständigen neuen Eindrücke für deinen Hund sehr herausfordernd sein können und es sich hier vielleicht auch zumindest bei den ersten Reisen anbietet, längere Zeiträume en einem Ort zu bleiben, Außerdem kann ein strukturierten Tagesablauf trotz Urlaub es deinem Hund erleichtern, sich zurecht zu finden und zu entspannen. Mit der Zeit gewöhnen sich die Hunde häufig an diese Form der Urlaube und du kannst einige Rituale und Routinen auch wieder ausschleichen.

Auf Campingplätzen kann die Enge und das Gewusel um euren Bereich für deinen Hund eine große Herausforderung darstellen. Gerade für Wohnungshunde, die im Gegensatz zu Gartenhunden meist wenig ruhende Statik unter Reizen gewöhnt sind. Hier solltest du vorab eine gute Ruhedecke erst Zuhause und dann auch auf den Spaziergängen vorab aufbauen. Ein Sichtschutz kann hier auch gut helfen. Oder du bringst deinen Hund zwischendurch auch in seine gewohnte Umgebung (Auto, Bus, etc.) zum Ruhen, verbringst dort Zeit mit ihm, um zu entspannen – soweit es die Temperaturen natürlich zulassen. Auf Campingplätzen gilt hier natürlich auch das gleiche wie bei den Hundehotels – achte bitte darauf, welche Situationen du deinem Hund zumutest.

Wandern mit Hund

Wandern mit Hund erfreut sich ja auch immer größerer Beliebtheit und wird auch gerne im Urlaub unternommen. Falls du also Hüttentouren mit Übernachtung planst, solltest du vorab unbedingt klären, wo der Hund dort übernachten darf. Es ist nicht unüblich dass Hunde dort sehr pragmatisch allein im Skikeller übernachten dürfen – und das käme für uns persönlich nicht in Frage. Manche Hütten haben einzelne Zimmer für Menschen mit Hund, da diese natürlich auch nicht in ein Matratzenlager mitgenommen werden können. Aber hier muss natürlich vorab reserviert werden. Eine andere Möglichkeit wäre, auf einer Nebenwiese zu zelten oder eben immer wieder zurück ins Tal zu gehen und sich dort eine Ferienwohnung oder ein Hotel zu nehmen und am nächsten Tag zur neuen Wanderung aufzubrechen. Dass dein Hund eine gewisse Kondition mitbringen und die Routen ohne gefährliche Klettersteige gewählt werden sollten, versteht sich, denke ich von allein.

Urlaub mit Hund – Alleinbleiben in fremder Umgebung

Immer noch denken viele Hundehalter*innen, dass Hunde, wenn sie es einmal gelernt haben, überall problemlos alleine bleiben können. Das stimmt leider nicht!

Ich trainiere daher mit meinen Kund*innen sehr genau ein gutes Ritual auf, das wir dann gerne mit weiteren Hilfsmitteln, wie der konditionierten Entspannung auf einen Duft und/oder eine Musik einsetzen, damit es möglichst schnell und problemlos auch in anderen Umgebungen klappen kann. Die Betonung liegt hier auf „kann“. Du solltest auch immer in Betracht ziehen, dass es während des Urlaubs vielleicht auch gar nicht möglich ist und du und dein Partner vielleicht getrennt essen gehen müsst. Manchmal auch nur die ersten Tage, vielleicht aber auch den kompletten Urlaub.

Wichtig ist hier, dass du deinen Hund wirklich gut per Kamera überwachst, um dir nicht ungewollt eine große Baustelle für später zu schaffen, denn im schlechtesten Fall kann dein Hund nach mehrmaligem gestressten Alleinbleiben im Urlaub, dieses auch Zuhause nicht mehr. Ich möchte aber auch erwähnen, dass es Hunde gibt, die damit keine großen Probleme haben, aber das sollte eben immer über eine Kamera (gibt es mittlerweile sehr günstig) überprüft und sehr deutlich auf das Verhalten und die Körpersprache geachtet werden!

Urlaub mit Hund – Fazit

Ich bin ein großer Fan mit meiner Hündin Mali in den Urlaub zu fahren, ich suche allerdings auch die Ruhe und die Natur und daher passt das für uns perfekt. Du solltest bei Urlauben unbedingt auf deinen Hund und seine Körpersprache und Kommunikation achten und notfalls Situationen auch anpassen.

Es ist auch völlig in Ordnung, dass dein Hund erst einmal in Situationen reinwachsen darf. Wenn er nun zum Beispiel noch keine langen Autofahrten schaffen kann, dann lass ihn doch bei einer netten Betreuung und übe erst einmal das Autofahren und ihr bestreitet dann den nächsten Urlaub entspannt miteinander. Denn im schlechtesten Fall hast du nämlich andernfalls einen völlig gestressten und überreizten Hund mit im Urlaub, der alles anbellt, völlig unruhig ist und du am Ende mit den Nerven auch völlig durch bist.

Also wäge anfangs immer gut ab, ob dein Hund sich diesen Urlaub aussuchen würde, ob du Lust hast, dich auch auf seine Bedürfnisse einzustellen und dann los. Wenn nicht, suche eine nette Betreuung und genieß deinen Urlaub – das ist deinem Hund gegenüber deutlich fairer als ihn in Situationen zu bringen, die er noch nicht meistern kann. Aber wie gesagt: lernen und wachsen darf dein Hund ja gerne ein Leben lang und daher kann das ja immer noch alles werden.

Ich wünsche dir und deinem Hund einen wunderschönen Urlaub, egal ob zusammen oder getrennt!

Falls du Hilfe benötigst, melde dich gerne bei mir und wir finden in einem unverbindlichen Gespräch raus, wie ich dir und deinem Hund helfen kann. Dann sorgen wir gemeinsam für einen spaßigen und entspannenden Urlaub für dich und deinen Hund!

Alles Liebe, Kristina