Flöhe beim Hund – nur lästig oder auch gefährlich?

Flöhe – die meisten Menschen juckt es schon am ganzen Körper, wenn sie nur an die blutsaugenden Parasiten denken. Da sind Flöhe beim eigenen Hund natürlich das Letze was man möchte. Tatsächlich ist ein Flohbefall beim Vierbeiner aber nicht nur lästig, sondern die kleinen Parasiten können z.B. auch Würmer übertragen oder Allergien auslösen. Aus diesem Grund sollte man einen Befall mit Flöhen schnell erkennen und behandeln.

Der Lebenszyklus der Flöhe

Auch wenn es der Name nicht vermuten lässt, ist der Katzenfloh die in Deutschland am häufigsten verbreitete Flohspezies bei unseren Hunden. Ctenocephalides felis, wie der Katzenfloh wissenschaftlich genannt wird, ist nämlich nicht wählerisch bei seinem Wirt und befällt eben nicht nur Katzen, sondern auch Hunde, Menschen und andere Säugetiere.

Flöhe sind etwa 1-4 mm kleine, braune Parasiten, die sich im Fell des Hundes aufhalten und sich durch Blutsaugen ernähren. Im Fell legt das Flohweibchen auch Ihre Eier ab – im Laufe ihres Lebens ca. 2000. Die Eier fallen von dort in die Umgebung ab, wo nach wenigen Tagen die ca. 2 mm großen Larven schlüpfen. Weil die Larven es gerne dunkel mögen, ziehen sie sich in Sofaritzen, Teppiche, Bodenspalten oder unter Möbel zurück. Dort verpuppen sich die Larven und nach 5-140 Tagen schlüpfen aus dem Kokon wieder erwachsene Flöhe, die bereit sind, auf den nächsten vorbeikommenden Hund zu springen.

Die ausgewachsenen Flöhe auf dem Tier machen also nur einen geringen Teil der gesamten Population aus. Etwa 95 % der Flohpopulation „versteckt“ sich als Eier, Larven oder Puppen in der gesamten Umgebung des Hundes.

Zwar können Flohlarven bei kalten Temperaturen im Winter draußen nicht überleben, in unseren beheizten Wohnräumen fühlt sich die Flohbrut aber das ganze Jahr über wohl.

Wie erkennt man einen Flohbefall beim Hund?

Auch wenn Flöhe mit bloßem Auge erkennbar sind, bemerkt man einen Flohbefall beim Hund meist erst spät – die Blutsauger können sich nämlich wunderbar im dichten Fell unserer Vierbeiner verstecken. Die ersten Anzeichen eines Befalls mit den Parasiten sind meist vermehrtes Putzen, Kratzen und Schlecken.

Mit einem einfachen Test können Sie jedoch zuhause schnell feststellen ob Ihr Hund betroffen ist:

Zuerst müssen Sie den Hund mit einem speziellen Flohkamm aus der Apotheke oder vom Tierarzt gründlich von vorne bis hinten kämmen. Durch die eng stehenden Zinken bleibt der Kot der Flöhe nämlich im Kamm hängen. Das ausgekämmt Material geben Sie dann auf ein feuchtes, weißes Blatt Küchenpapier und zerreiben das Material vorsichtig zwischen den Fingern.

Ist der Test positiv und handelt es sich tatsächlich um Flohkot, färbt dieser das Küchenpapier rötlich-braun, denn Flohkot besteht größtenteils aus verdautem Blut. Normaler Dreck aus dem Fell färbt das Küchenpapier hingegen nicht.

Haben Sie keinen Flohkamm zu Hausen, können Sie alternativ Ihren Hund auch über ein feuchtes, weißes Küchenpapier stellen und das Fell kräftig durchwuscheln. Dabei fällt der Flohkot vom Fell auf das Küchenpapier.

Was kann man bei Flöhen tun?

Wie bereits erwähnt, sind Flöhe nicht nur unangenehm, sondern können für Tier und Mensch auch gefährlich sein. Die Blutsauger sind nämlich Überträger des sogenannten Gurkenkernbandwurms, der auch vom Hund auf den Menschen übertragbar ist. Außerdem können Flöhe bei unseren Vierbeinern starke Allergien auslösen und zu extremem Juckreiz führen.

Aus diesem Grund sollte man bei einem Flohbefall schnell reagieren und diesen behandeln. Doch das ist oft einfacher gesagt als getan, denn die kleinen Plagegeister wieder los zu werden ist meist ziemlich aufwendig. Bei der Bekämpfung sollten Sie deswegen immer folgende 3 Punkte beachten:

  • Flöhe auf dem betroffenen Tier abtöten: Zur Bekämpfung von Flöhen gibt es zahlreiche, gut verträgliche Antiparasitika auf dem Markt. Bei der Auswahl des richtigen Präparates kann am besten der Tierarzt helfen.
  • Flohstadien in der Umgebung bekämpfen: Da sich etwa 95% der Flohpopulation in der Umgebung des Hundes „versteckt“, ist es extrem wichtig auch die Flohstadien in der Umgebung abzutöten. Ansonsten infiziert sich der Vierbeiner immer wieder von neuem mit den Parasiten und die Behandlung ist vergebens. Für die Umgebungsbehandlung können ebenfalls viele verschiedene Produkte mit unterschiedlichen Wirkstoffen verwendet werden – auch hier kann der Tierarzt beraten. Zusätzliches ist häufiges Staubsaugen und Waschen von Decken und Kissen wichtig. Vergessen Sie dabei auch Orte wie Auto oder Balkon nicht.
  • Alle Tiere im Haushalt mitbehandeln: Sollten noch Partnertiere mit im Haushalt leben, ist es wichtig, diese ebenfalls mit zu behandeln. Ansonsten stecken sich die Tiere immer wieder gegenseitig an.

 Wie kann man einem Flohbefall vorbeugen?

Damit es erst gar nicht zu einem unangenehmen Befall mit den blutsaugenden Parasiten kommt, sollte man auf ein paar Dinge achten. Zum Beispiel sind Hunde, die häufig im Unterholz oder Garten unterwegs sind besonders gefährdet – denn Igel sind die Hauptüberträger der Plagegeister. Natürlich sind auch andere Hunde eine potentielle Ansteckungsgefahr, z.B. in der Hundeschule oder auf der Hundewiese. Aus diesem Grund ist eine regelmäßige Flohprophylaxe mit einem Anti-Flohmittel, wie z.B. unserem beliebtem LILA LOVES IT ANTI-TIQUE-SPRAY, ratsam – so ist Ihr Vierbeiner vor den kleinen Blutsaugern geschützt.

Ihre Dr. med. vet. Stefanie Mallmann

 

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