Hot Spot beim Hund

Den Begriff Hot Spot haben die meisten Hundebesitzer bestimmt schon mal irgendwo gehört oder der eigene Vierbeiner war sogar betroffen, denn Hot Spots sind bei Hunden ein häufiges Problem. Die Hautentzündung tritt oft wie aus dem nichts auf und sieht relativ dramatisch aus. Für die Vierbeiner ist ein Hot Spot außerdem sehr schmerzhaft und unangenehm. Deshalb ist es wichtig, die Erkrankung schnell zu erkennen und richtig zu behandeln.

Hot Spot – was ist das eigentlich genau?

Hotspot Hund

Hot Spot an der Schulter eines Hundes. (Quelle: Uwe Gille, Hotspot-buldog, CC BY-SA 3.0)

Übersetzt man den Begriff Hot Spot ins Deutsche, bezeichnet der Begriff einen „Heißen Punkt“ und umschreibt damit das Erscheinungsbild der Erkrankung recht gut. Ein Hot Spot ist nämlich eine oberflächliche, meist relativ kreisförmige Entzündung der Haut – die betroffene Stelle ist warm, stark gerötet, juckt extrem und sondert zudem Wundsekret ab. Von den entzündeten, offenen Hautstellen geht nicht selten auch ein unangenehmer Geruch aus.

Im Bereich der eitrig-nässend Entzündung verklebt das Fell nicht nur, sondern die Tiere verlieren dort auch relativ schnell die Haare. Trotzdem ist das, was man auf den ersten Blick von der Entzündung sehen kann, oft nur die Spitze des Eisberges – das tatsächliche Ausmaß des Hot Spots ist erst erkennbar, wenn man das Fell um den betroffenen Bereich ausschert.

Tierärzte bezeichnen die Erkrankung übrigens auch als akute nässende Dermatitis oder pyotraumatische Dermatitis.

Wie entsteht ein Hot Spot und was sind die Ursachen?

Tatsächlich entsteht der Hot Spot durch eine Art Teufelskreis. Durch starken Juckreiz, z.B. ausgelöst durch eine Allergie oder einen Insektenstich, beginnt der Hund sich an einer Stelle anhaltend und exzessiv zu kratzen oder zu lecken. Dadurch wird die Haut verletzt und es kommt zu einer Entzündung. Bakterien haben leichtes Spiel und können sich dort schnell ansiedeln. Die Entzündung und Bakterien verstärken wiederum den Juckreiz und der Vierbeiner versucht weiter durch Kratzen und Belecken den Juckreiz zu lindern – ein Teufelskreis, durch den ein typischer Hot Spot entsteht.

Der Juckreiz, der als Auslöser am Beginn dieses Kreises steht, kann vielerlei Ursachen haben, z.B. einen Insektenstich oder Milbenbefall. Bei den meisten Hunden ist die Ursache allerdings eine Allergie – am häufigsten eine sogenannte Flohspeichelallergie. Dabei sind die Vierbeiner allergisch gegen den Speichel der Parasiten und reagieren mit extremem Juckreiz auf einen Flohstich.

Aber auch eine Ohrenentzündung kann zu einer pyotraumatischen Dermatitis führen, denn hier versuchen sich die Hunde am Ohr zu kratzen und „bearbeiten“ dabei auch die Haut unterhalb des Ohres mit ihren Pfoten. Außerdem kann es auch bei Hunden mit sehr dichtem, langem Fell schnell zu einem Hot Spot kommen, v.a. wenn diese viel schwimmen gehen und die Haut unter dem Fell nicht richtig trocknen kann.

Wie behandelt man einen Hot Spot?

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Um den Hot Spot möglichst schnell zum Abheilen zu bringen, muss der Teufelskreis aus Juckreiz und Kratzen bzw. Lecken unterbrochen werden.

Der erste Schritt dazu ist, den Bereich um die Entzündung großzügig auszurasieren. Denn wie bereits erwähnt ist der betroffene Bereich meist deutlich größer als auf den ersten Blick erkennbar. Außerdem gelangt so mehr Luft an die Wunde, so dass diese schneller abtrocknen kann.

Nach dem Ausscheren ist es wichtig, die entzündeten und nässenden Stellen zu reinigen und regelmäßig zu desinfizieren. So werden die Bakterien bekämpft und die Haut kann anfangen sich zu regenerieren.

Damit der Hot Spot abheilen kann, muss der Vierbeiner aber unbedingt aufhören, sich an der wunden Stelle zu kratzen oder zu lecken – dafür muss er natürlich vom lästigen Juckreiz befreit werden. Um Linderung zu verschaffen, verschreibt der Tierarzt in schlimmen Fällen für die ersten Tage Kortison(salben), aber auch das vorsichtige Kühlen der Hautstellen kann helfen.

Bei einer starken Besiedlung der Haut mit Bakterien kann es notwendig sein, dass der Tierarzt dem Hund – zusätzlich zur lokalen Behandlung und Desinfektion – ein orales Antibiotikum verordnet.

Wie lässt sich ein Hot Spot beim Hund verhindern?

Um einer Erkrankung wirklich vorzubeugen, ist es notwendig, den Auslöser zu finden – denn nur wenn man diesen kennt und beseitigt, wird man die Entwicklung eines Hot Spots verhindern können. Wird die Grundursache nicht erkannt, wird der Hund immer wieder Hot Spots entwickeln.

Zudem ist natürlich eine regelmäßige Fellpflege und die Stärkung der Hautbarriere äußerst hilfreich, um Entzündungen der Haut vorzubeugen. Mit dem LILA LOVES IT SHAMPOO SENSITIVE und dem LILA LOVES IT MINERAL PFLEGE SPRAY gelingt dies auch bei sensibler Hundehaut.

Ihre Dr. med. vet. Stefanie Mallmann

 

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