Welche Hunderassen stecken in unserer Penny? Wir haben den Test gemacht.

Penny

Penny ist nun schon über ein Jahr bei uns

Die Veränderung von Penny von einem anfänglich schüchternen, ängstlichen Hundewesen hin zu einem selbstbewussten Vierbeiner hat bei uns in der Familie immer wieder die Frage aufgeworfen, wie ihr Leben wohl vorher war. Was hat sie erlebt? Ach, könnte sie doch reden.

Irgendwann fragte unsere Tochter, ob man denn herausfinden könne, welche Rassen in dem kleinen süßen Mix aus Kreta stecken würden. Wir waren uns sicher, dass definitiv ein Erdmännchen und ein Fuchs eingekreuzt sein müssten. Aber ist so ein Test zuverlässig? Was sagt es aus, was können wir daraus ableiten? Ist es nicht eher so wie bei Würfelzucker, auf dem Kurzbeschreibungen von Sternzeichen stehen? Jungfrau: Ordnungsliebend, organisiert, zurückhaltend…

Jetzt liegt das Ergebnis vor. Wir waren alle ein wenig aufgeregt. Das Ergebnis hat uns überrascht und zum Lachen gebracht. Und es war so treffend. 

In Penny stecken also 62,5 Prozent Mischling (keine Überraschung), 25 Prozent Boxer (ernsthaft?) und 12,5 Prozent Magyar Viszla. Okay, soweit so gut. Mit Boxer hätten wir wirklich nicht gerechnet. 

Allerdings meinen wir bei näherer Betrachtung, Pennys „Sportfahrwerk“ dem Boxer zuschreiben zu können. Boxer gelten als ruhig und ausgeglichen, mit einem langen Geduldsfaden ausgestattet. Sie sind sportlich, lieben ausdauernde Bewegungseinheiten und spielen sehr gern. Check! Es fehlt der typische Fang mit dem Vorbiss und die verkürzte Schnauze.

Schauen wir uns die 12,5 Prozent Viszla an: Der Körperbau passt. Muskulös, aber schmal. Fellfarbe passt auch. Er gilt als lernwillig, ausdauernd, schnell, vereint die Vorzüge des Windhundes und gilt als hervorragender Schweißhund. Ich mag Viszla. Sie sind den Rhodesien Ridgebacks von der Optik her ähnlich. Sie gelten als sensible Hunde, die keine grobe Behandlung und Erziehung und Haltung vertragen. Aber mal ehrlich: welcher Hund verträgt das? 

Penny

Im nächsten Schritt nun also die detaillierte Angabe zu dem Mischlings-Cocktail. Der höchste Anteil stammt vom Kritikos Lagonikos. Eine der der seltensten Rassen der Welt –  so selten, dass ich noch nie etwas davon gehört hatte. Erste schnelle Recherchen ergeben: Kretischer Hasenhund, schnell, zählt zu den Windhunden. Charakter: Anhänglich, athletisch, intelligent, sanftmütig, elegant, tolerant und gute Jäger. Man sagt ihnen gutes Klettervermögen nach. Stimmt, Penny klettert gern auf uns herum und hatte anfangs auch kein Problem über die Durchreiche in die Küche zu klettern.

Die Rasse gilt als sehr gesund, Erbkrankheiten sind nicht bekannt. Gut. Sehr gut. Fotos im Internet bestätigen die äussere Ähnlichkeit. Allerdings passt die Körpergröße nicht wirklich zu Penny. Sie ist deutlich kleiner. Schauen wir uns also noch einmal die anderen Rassen an.

Basset Bleu de Gascogne: Temperament: Anhänglich, lebendig, neugierig, agil, glücklich. Ich lese, dass in der Provinz Gascogne um 1615 der berühmte Musketier d’Artagnan geboren wurde. Passt perfekt. Und wieder ein Jäger. Schon klar, aber das Aussehen? Penny hat keine großen Schlappohren und auch der Körperbau passt so gar nicht. Hmmm….

Shih Tzu: Okay. Wie kommt denn jetzt der kleine Tibeter hier rein? Buddha soll einen Hund besessen haben, der sich in einen Löwen verwandeln konnte. Das chinesische Wort Shih Tzu bedeutet Löwe. Die Shih Tzu gehören zu den ältesten Hunderassen der Welt. Sie gelten als bewegungsfreudig, agil, freundlich, intelligent und ausgestattet mit einem gewissen Eigensinn. Passt natürlich perfekt. Aber das opulente Fellkleid kann ich bei Penny nicht finden.

Und dann haben wir noch einen Schipperke: Im Flämischen bedeutet Schipperke „kleiner Schäferhund“. So langsam erklärt sich der kleinere Körperbau von Penny. Und hier kommt wohl das Fuchsgesicht von Penny ins Spiel und die dunkelbraunen, mandelförmigen Augen. Schipperke sollen laut Rassestandard aufgeweckt, immer in Aktion, lernfreudig, lebhaft und neugierig sein. Als Wachhund meldet er hervorragend – stimmt! Nachdem Penny die ersten Wochen keinen Laut von sich gegeben hat, ist sie jetzt die zuverlässige „Klingel“.

Ganz unten auf der Liste taucht nun der Chihuahua auf. Welch passender Abschluß des ungewöhnlichen Penny-DNA-Cocktails: Selbstbewusstsein, Mut, Einfühlungsvermögen – Treffer. Manchmal mit dem Hang zur Selbstüberschätzung. Jawohl. Auch schon erlebt. Dann musste wieder Lila einspringen und Penny aus einer schwierigen Situation befreien. Aber dazu ein anders Mal mehr.

Da sitzen wir nun, mit unserer zauberhaften Penny und haben einen bunten Strauß an Informationen. Blättern in den Rassebeschreibungen wie in einem Fotoalbum der Vorfahren, lachen viel und finden uns bestätigt in vielen typischen Eigenschaften. Natürlich sehen wir all das Positive. Klar ist sie intelligent, menschenbezogen, schnell, lernwillig und selbstbewusst. Aber sowas von!

Hat sich der Test gelohnt? Für uns allemal. Wir lieben den kleinen Frechdachs von ganzem Herzen. Sie hat unser und Lilas Herz im Sturm erobert. Und auch wenn wir nie erfahren werden, wie ihr Leben in den Straßen von Kreta tatsächlich war, so können wir nun unsere eigene Geschichte mit ihr schreiben.

Herzliche Grüße

Stefanie Diem

(Gründerin und Geschäftsführerin)


Dr. Stefanie Mallmann

Februar 19, 2021