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Wintermantel trotz Winterfell? Warum ein Hundemantel im Winter wirklich sinnvoll ist | von Kristina Obermayr

Du verweichlichst deinen Hund! Ein Mantel ist völlig übertrieben, der hat doch Fell! Wenn es um das Thema Hundekleidung geht, sind Vorurteile weit verbreitet. Aber was ist dran und welche Hunde brauchen einen Mantel, oder eben auch nicht?!
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Inhalt

Ab welchen Temperaturen frieren Hunde im Winter? Das Kälteempfinden ist individuell!

Die Frage, wann es für einen Hund zu kalt draußen wird, lässt sich pauschal nicht beantworten. Hunde haben ein völlig individuelles Kälteempfinden, genauso wie wir Menschen auch. Welpen,
Hunde mit kurzem Fell, ältere Hunde, kranke Hunde mit Gelenkbeschwerden oder Herzproblemen, kleine Hunde und Haushunde, die keine Ruhezeiten im Freien gewöhnt sind, können allerdings sehr schnell auskühlen.
Natürlich ist das Kälteempfinden auch immer situativ abhängig davon, ob du dich mit deinem Hund beim Spazierengehen konstant in Bewegung hältst oder auch mal Pause auf einer Bank in der Sonne machst, du stehen bleibst, um dich länger zu unterhalten oder dein Hund in einem kalten Auto warten muss. Auch auf Restaurantterrassen oder in Biergärten kann der Boden im Frühling und Herbst so kalt sein, dass dein Hund alles Recht hat, nicht brav „Platz“ zu machen, wenn du ihm keine Decke anbietest.

Woran kannst du erkennen, ob dein Hund friert?

Zittern, ein eingezogener Bauch, buckliger Gang, langsames Tempo, keine Lust, Gassi zu gehen – all das können Indikatoren dafür sein, dass dein Hund friert. Wenn du ihm einen Pulllover, eine Jacke oder einen dicken Mantel anziehst und er sich daraufhin draußen wieder ganz normal bewegt, ist die Sache klar! Mittlerweile gibt es Hundepullover und Hundejacken in den verschiedensten Stoffen und Schnitten und Preislagen, für jeden Geschmack und jeden Geldbeutel.

Welcher Hundemantel ist der Beste?

Es gibt Hundepullover, die deinen Hund super gut wärmen, aber Nässe nicht abhalten. Es gibt Regenmäntel, die super den Regen abhalten, aber einen frierenden Hund nicht wärmen. Achte darauf, den richtigen Mantel – oder eben die richtigen Mäntel – für eure Bedürfnisse zu finden. Hier kannst du dich in einem Fachgeschäft vor Ort beraten lassen. Aber auch viele Onlineshops bieten hier eine sehr gute Beratung mit Messanleitung an.

Woran erkenne ich einen guten Hundemantel?

Funktionalität: Der Mantel sollte deinen Hund vor Kälte und Nässe schützen.
Tragekomfort: Der Mantel sollte nicht zu eng sein, da es für deinen Hund sonst unangenehm ist, sich zu bewegen, aber auch nicht zu weit , da sonst der Wind doch reinpfeifen könnte.
Geschützte Bauchregion: Am Bauch frieren Hunde am schnellsten.
Manchmal ist es gar nicht so einfach, den richtigen Mantel zu finden, dann solltest du auf eine Maßanfertigung setzen.

Wie kannst du deinen Hund an einen Hundemantel gewöhnen?

Viele Hunde müssen zunächst an das Anziehen und Tragen von Kleidungsstücken gewöhnt werden. Sie sind da durchaus wie kleine Kinder, die sich gegen den Schneeanzug sträuben. Bitte habe Verständnis für deinen Hund. Als erstes kannst du sein neues Kleidungsstück auf den Boden legen und deinen Hund dieses ganz in Ruhe beschnüffeln und erkunden lassen. Dann sollte das Anziehen kleinschrittig und mit viel Belohnung geübt werden. Nimm dir hier immer ausreichend Zeit und ziehe den Mantel nie hektisch über! Manche Hunde lassen sich gut anziehen, erstarren dann aber völlig. Hier ist es oft ratsam, erst einmal ein bisschen mit dem Hund zu spielen und nur kleine Bewegungsabläufe abzufragen, welche dann nach und nach gesteigert werden können. Wenn dein Hund sich partout nicht an den Mantel gewöhnen kann, dann hol dir professionelle Unterstützung.

Wenn dein Hund friert, zieh ihm bitte etwas an!

Achte bitte darauf, dass du deinen Hund gleich am Anfang des Spaziergangs einkleidest. Wenn er bereits feuchtes und nasses Fell hat, ist ein Mantel vollkommen kontraproduktiv.

Ein Hundemantel ist in erster Linie kein modisches Accessoire, sondern für viele Hunde eine klare Hilfestellung an kalten, nassen Tagen! Und dein Hund soll sich ja schließlich wohlfühlen – wir passen unsere Kleidung ja auch den äußeren Bedingungen an. 😉


Alles Liebe,
Kristina