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Liegeschwielen beim Hund: erkennen, behandeln und vorbeugen

Jeder kennt sie – oder hat sie zumindest, ohne es zu wissen, schon mal gesehen. Aber was sind Liegeschwielen eigentlich? Was kann man gegen sie tun? Und wie kann man verhindern, dass sie sich entzünden? Das alles erfahren Sie hier!

Dr. Stefanie Mallmann Dr. Stefanie Mallmann · 9 Min. Lesezeit

Liegeschwielen beim Hund: Ursachen, Pflege und Vorbeugung

Kahle, verdickte Hautstellen an den Ellbogen sind besonders bei großen und schweren Hunden keine Seltenheit. Häufig handelt es sich dabei um Liegeschwielen. Sie entstehen vor allem, wenn ein Hund regelmäßig auf harten Untergründen liegt und dadurch immer wieder Druck auf dieselben Körperstellen ausgeübt wird.

Doch sind Liegeschwielen beim Hund gefährlich? Wie lassen sie sich pflegen und wann ist eine tierärztliche Untersuchung notwendig? In diesem Ratgeber erfahren Sie, wie Sie Druckstellen frühzeitig erkennen und richtig darauf reagieren.

Was sind Liegeschwielen beim Hund?

Liegeschwielen sind haarlose, verdickte und verhärtete Hautstellen, die sich über knöchernen Körperpartien bilden. Besonders häufig treten sie an den Ellbogen auf. Auch Sprunggelenke und andere stark belastete Knochenpunkte können betroffen sein.

Typische Liegeschwielen sind rundlich oder oval und besitzen häufig eine bräunliche, graue oder schwarze Oberfläche. Die verdickte, faltige Haut kann an Elefantenhaut erinnern.

Trockene und geschlossene Liegeschwielen verursachen nicht zwangsläufig Beschwerden. Werden sie jedoch rissig, gereizt oder entzündet, können sie für den Hund schmerzhaft sein und eine tierärztliche Behandlung erfordern.

Wie sehen beginnende Liegeschwielen aus?

Zu Beginn fällt häufig auf, dass das Fell über einem Knochenvorsprung dünner wird oder vollständig ausfällt. Die Haut kann gerötet, trocken oder leicht verdickt erscheinen. Im weiteren Verlauf bildet sich eine zunehmend feste Hornschicht.

Achten Sie auf folgende Veränderungen:

  • dünner werdendes Fell oder kahle Stellen
  • gerötete oder dunkler werdende Haut
  • trockene, raue oder verdickte Haut
  • Risse in der Hautoberfläche
  • Wärme oder Schwellungen
  • Nässen oder Blutungen
  • Berührungsempfindlichkeit

Warme, nässende oder schmerzhafte Stellen entsprechen nicht dem Erscheinungsbild einer unauffälligen Liegeschwiele. Sie können auf eine Verletzung oder Entzündung hindeuten und sollten tierärztlich untersucht werden.

Wie entstehen Liegeschwielen beim Hund?

Liegeschwielen entstehen durch wiederholten Druck und Reibung. Liegt ein Hund häufig auf harten Flächen wie Beton, Holz oder Fliesen, wird das Gewebe zwischen dem Knochen und dem Untergrund immer wieder belastet.

Als Reaktion auf diesen Druck verdickt sich die Haut. Auf diese Weise versucht der Körper, die betroffene Stelle zu schützen. Hält die Belastung dauerhaft an, entwickelt sich die typische schwielige Hautveränderung.

Ein erhöhtes Risiko haben insbesondere:

  • große und schwere Hunde
  • kurzhaarige Hunde
  • übergewichtige Hunde
  • ältere Hunde
  • Hunde mit eingeschränkter Beweglichkeit
  • Hunde, die häufig auf harten Böden liegen

Auch eine orthopädische Erkrankung kann dazu führen, dass ein Hund bestimmte Körperstellen beim Liegen stärker belastet. Treten Liegeschwielen plötzlich oder einseitig auf, kann deshalb eine tierärztliche Abklärung sinnvoll sein.

Sind Liegeschwielen beim Hund gefährlich?

Eine trockene, geschlossene und nicht schmerzhafte Liegeschwiele ist zunächst meist kein akuter Notfall. Die betroffene Haut sollte dennoch regelmäßig kontrolliert werden.

Problematisch wird es, wenn die Oberfläche einreißt oder sich entzündet. Bakterien können über kleine Verletzungen in das Gewebe eindringen. Mögliche Folgen sind schmerzhafte Entzündungen, schlecht heilende Wunden oder Abszesse.

Darüber hinaus kann sich über stark belasteten Knochenpunkten ein sogenanntes Hygrom bilden.

Liegeschwiele oder Hygrom: Was ist der Unterschied?

Liegeschwielen betreffen vor allem die Haut. Ein Hygrom ist hingegen eine weiche, mit Flüssigkeit gefüllte Schwellung unter der Haut. Es entsteht ebenfalls infolge wiederholter Druckbelastung und findet sich besonders häufig über dem Ellbogen.

Ein Hygrom kann sich weich und nachgiebig anfühlen – ähnlich wie ein kleines, mit Wasser gefülltes Kissen. Unkomplizierte Hygrome sind nicht immer schmerzhaft. Infizieren sie sich jedoch, können Wärme, Rötungen, Schmerzen, offene Stellen oder eitriger Ausfluss auftreten.

Versuchen Sie nicht, ein Hygrom selbst aufzustechen oder auszudrücken. Dadurch können Bakterien eingebracht und Infektionen verursacht werden. Lassen Sie die Schwellung stattdessen tierärztlich untersuchen.

Wie lassen sich Liegeschwielen beim Hund behandeln?

Die wichtigste Maßnahme besteht darin, den Druck auf die betroffenen Körperstellen zu reduzieren. Ergänzend kann eine geeignete Hautpflege dazu beitragen, trockene und verhärtete Haut geschmeidig zu halten.

Bereits stark ausgeprägte Liegeschwielen verschwinden jedoch nicht zwangsläufig vollständig. Das realistische Ziel besteht darin, weitere Belastungen zu verringern, Rissen vorzubeugen und Komplikationen frühzeitig zu erkennen.

Druckbelastung reduzieren

Bieten Sie Ihrem Hund mehrere weich gepolsterte Liegeplätze an. Ein geeignetes Hundebett sollte ausreichend groß sein und so stark gepolstert sein, dass Ellbogen und andere Knochenpunkte nicht bis auf den Boden durchsinken.

Hilfreich können sein:

  • gut gepolsterte Hundebetten
  • orthopädische Liegeflächen
  • mehrfach gefaltete, rutschfeste Decken
  • weiche Unterlagen für unterwegs
  • gepolsterte Liegeplätze in mehreren Räumen

Bevorzugt Ihr Hund im Sommer kühle Fliesen, kann eine gepolsterte Kühlmatte eine Alternative sein. Sie bietet Abkühlung, ohne dass der Hund unmittelbar auf dem harten Boden liegt.

Ellbogenbandagen richtig verwenden

Spezielle Bandagen oder Ellbogenschoner können Druckstellen zusätzlich polstern. Sie müssen jedoch gut passen: Zu enge Bandagen können die Durchblutung beeinträchtigen, während verrutschende Modelle scheuern und neue Druckstellen verursachen können.

Kontrollieren Sie die Haut unter der Bandage regelmäßig. Individuelle Eigenkonstruktionen sollten nur verwendet werden, wenn sicher ausgeschlossen ist, dass sie drücken, verrutschen oder Gliedmaßen abschnüren.

Liegeschwielen richtig pflegen

Ist die Haut geschlossen und lediglich trocken oder rau, kann ein für Hunde geeignetes Pflegeprodukt dünn aufgetragen werden. Es hilft dabei, die Haut geschmeidig zu halten und übermäßiger Trockenheit entgegenzuwirken.

Tragen Sie Pflegeprodukte nicht auf offene, nässende, blutende oder eitrige Stellen auf, ohne dies zuvor tierärztlich abzuklären. Auch starkes Lecken an der behandelten Stelle sollte verhindert werden.

Die Aussage, Vaseline oder Melkfett verstopften grundsätzlich die Poren, würde ich aus dem Artikel entfernen. Entscheidend sind die gesamte Rezeptur, die Verträglichkeit und die Eignung für den jeweiligen Hautzustand.

Liegeschwielen mit PFOTENPFLEGE pflegen

Die PFOTENPFLEGE von LILA LOVES IT eignet sich nicht nur zur Pflege beanspruchter Pfoten, sondern kann auch auf geschlossenen, trockenen Liegeschwielen angewendet werden.

Die Rezeptur enthält unter anderem Bio-Kokosöl, Bienenwachs, Ringelblume und Aprikosenkernöl:

  • Kokosöl pflegt trockene Haut und unterstützt ihre Geschmeidigkeit.
  • Bienenwachs bildet einen schützenden Pflegefilm.
  • Ringelblume ist für ihre hautpflegenden Eigenschaften bekannt.
  • Aprikosenkernöl versorgt trockene Haut mit Lipiden.

Tragen Sie das Produkt dünn auf die gereinigte und trockene Haut auf. Beachten Sie dabei die Anwendungshinweise auf der Verpackung.

Bei gereizter, aber noch geschlossener Haut kann ergänzend das SILBERSPRAY von LILA LOVES IT verwendet werden. Das enthaltene Mikrosilber verbleibt auf der Hautoberfläche. Aloe vera und Hyaluron ergänzen die pflegende Rezeptur.

Offene, nässende oder entzündete Stellen sollten vor der Anwendung von Pflegeprodukten tierärztlich beurteilt werden.

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Wie wird ein Hygrom beim Hund behandelt?

Die Behandlung richtet sich nach Größe, Dauer und Zustand des Hygroms. Kleine, früh erkannte und nicht entzündete Hygrome lassen sich häufig durch konsequente Druckentlastung und geeignete Polsterung stabilisieren.

Bei größeren, chronischen oder entzündeten Hygromen können weitere tierärztliche Maßnahmen erforderlich sein. Dazu gehören abhängig vom Befund spezielle Verbände, eine kontrollierte Drainage oder ein chirurgischer Eingriff. Ein Hygrom sollte niemals eigenständig punktiert werden.

Auch das MSD Veterinary Manual nennt weiche Liegeflächen und die Polsterung belasteter Druckpunkte als wesentliche Maßnahmen. Bei chirurgischen Eingriffen besteht aufgrund der ungünstigen Lage über dem Gelenk ein erhöhtes Risiko für Wundheilungsstörungen.

Wann ist eine Operation notwendig?

Eine Operation ist nicht die übliche Behandlung einer einfachen, unauffälligen Liegeschwiele. Sie kann jedoch bei großen, chronischen oder wiederholt entzündeten Hygromen beziehungsweise bei schwerwiegenden Gewebeveränderungen erwogen werden.

Eingriffe in diesem Bereich müssen sorgfältig geplant werden. Die Haut über Knochenpunkten steht häufig unter Spannung und wird bei jeder Bewegung belastet. Dadurch kann sich die Operationsnaht wieder öffnen. Diese Komplikation wird als Nahtdehiszenz bezeichnet.

Ob eine Operation sinnvoll ist, sollte nach einer gründlichen tierärztlichen Untersuchung entschieden werden.

Wann sollte man mit Liegeschwielen zum Tierarzt?

Lassen Sie die betroffene Stelle untersuchen, wenn:

  • Sie nicht sicher sind, ob es sich um eine Liegeschwiele handelt
  • die Haut warm, geschwollen oder stark gerötet ist
  • die Stelle nässt, blutet oder unangenehm riecht
  • Eiter austritt
  • sich eine weiche Schwellung unter der Haut bildet
  • Ihr Hund Schmerzen zeigt
  • er häufig an der Stelle leckt oder knabbert
  • die Veränderung schnell größer wird
  • Ihr Hund lahmt oder sich anders bewegt
  • sich die Haut trotz Druckentlastung weiter verschlechtert

Bei einer Infektion können verschreibungspflichtige Medikamente oder weitere Behandlungen notwendig sein. Antibiotika sollten nur nach tierärztlicher Untersuchung und Anweisung angewendet werden.

Können Haare auf Liegeschwielen wieder nachwachsen?

Bei beginnenden Liegeschwielen kann das Fell nachwachsen, wenn der Druck frühzeitig reduziert wird und die Haarfollikel noch intakt sind. Bei lang bestehenden, stark verdickten Hautstellen ist ein vollständiges Nachwachsen weniger wahrscheinlich.

Eine Garantie gibt es nicht. Pflege und Polsterung können die Haut unterstützen, abgestorbene oder dauerhaft geschädigte Haarfollikel jedoch nicht wiederherstellen.

Wie kann man Liegeschwielen beim Hund vorbeugen?

Die wirksamste Vorbeugung besteht darin, wiederkehrenden Druck auf die Knochenpunkte zu reduzieren.

Folgende Maßnahmen können helfen:

  • Stellen Sie mehrere weich gepolsterte Liegeplätze bereit.
  • Nutzen Sie auch unterwegs eine geeignete Unterlage.
  • Bieten Sie bei Wärme eine gepolsterte Kühlmatte an.
  • Achten Sie auf ein gesundes Körpergewicht.
  • Kontrollieren Sie Ellbogen und Sprunggelenke regelmäßig.
  • Reagieren Sie frühzeitig auf Haarverlust oder Hautveränderungen.
  • Lassen Sie Schmerzen und Bewegungseinschränkungen abklären.
  • Verwenden Sie bei Bedarf gut sitzende Ellbogenschoner.

Fazit: Druckentlastung ist bei Liegeschwielen entscheidend

Liegeschwielen beim Hund entstehen vor allem durch wiederkehrenden Druck auf knöcherne Körperstellen. Große, schwere, ältere oder wenig mobile Hunde sind besonders häufig betroffen.

Weiche Liegeflächen bilden die Grundlage der Vorbeugung und Behandlung. Eine geeignete Pflege kann geschlossene, trockene Haut zusätzlich geschmeidig halten. Warme, nässende, schmerzhafte oder geschwollene Stellen sowie der Verdacht auf ein Hygrom sollten dagegen tierärztlich untersucht werden. Je früher die Druckbelastung reduziert wird, desto besser lassen sich ausgeprägte Hautveränderungen und mögliche Komplikationen vermeiden.ales Ergebnis vorher das LILA LOVES IT Silberspray verwenden. Das enthaltene Mikrosilber sowie Aloe Vera und Hyaluron unterstützen die strapazierte Haut perfekt bei der Regeneration.